SJB FondsEcho. Julius Bär Multipartner – Gold Equity Fund (B USD). (ISIN: LU0175576296; WKN: 757324). MiFID-Risikoklasse nach SJB: 5.

17. Mai 2012 von um 09:41 Uhr

SJB FondsSkyline,Gerd Bennewirtz und Dr. Volker Zenk

Der Goldpreis steht seit einigen Wochen unter kräftigem Abgabedruck und hat per Mitte Mai seine seit Jahresanfang aufgelaufenen Gewinne wieder vollständig abgegeben. Mit Kursen um 1.530 US-Dollar pro Feinunze ergibt sich aktuell sogar ein leichtes Minus gegenüber dem Stand zum Jahresauftakt. Der Kursrutsch bei Gold gerade in einer Zeit der wieder eskalierenden Griechenland-Krise mag überraschen, hat aber seine Gründe. Neben dem wieder erstarkenden US-Dollar, der in der Konsequenz die in der US-Währung notierenden Edelmetallpreise drückt, ist hier auch die Ankündigung der US-Notenbank Fed zu nennen, entgegen der ursprünglichen Erwartung der Marktteilnehmer kein drittes Quantitative-Easing-Programm (QE3) mehr aufzulegen. Die Liquiditätsflut, die vor allem für kurzfristig orientierte Anleger ein Grund war, ihre Goldpositionen aufzustocken, ist damit an ihre Grenzen gestoßen.

Ist diese Phase rückläufiger Goldpreise ein guter Zeitpunkt, um über Investitionen in Goldminenaktien nachzudenken? Für antizyklische Investoren schon. Denn während Gold an Wert verloren hat, sind Goldminenaktien noch weit stärker gefallen. Damit hat sich der Bewertungsunterschied zwischen Gold und Goldproduzenten ganz extrem ausgeweitet und ist mittlerweile auf einem historischen Extremniveau angekommen. Seit über 25 Jahren war die Differenz zwischen beiden Bereichen nicht mehr so hoch, und dies, obwohl der aktuelle Goldpreis noch deutlich weiter sinken könnte, ohne dass die Minenunternehmen ihre Profitabilität verlieren würden. Denn die durchschnittlichen Gesamtausgaben der Goldproduzenten für die Förderung einer Feinunze Gold liegen bei rund 1.100 US-Dollar. Hinzu kommt, dass Gold trotz seiner aktuellen Schwächephase in einem von Verschuldungspolitik und Inflationsängsten geprägten Marktumfeld langfristig seine Funktion als Wertspeicher und „sicherer Hafen“ für viele Anleger behalten wird.

Also ein günstiger Moment, um über einen gut aufgestellten Fonds für Goldminenaktien als Depotbeimischung nachzudenken. Hier bietet sich Investoren der Julius Bär Multipartner – Gold Equity Fund an (WKN A0F412, ISIN LI0021279844). Der Fonds investiert schwerpunktmäßig in Aktien von Unternehmen aus dem Goldsektor und mischt auch in anderen Edelmetallsektoren aktive Minenunternehmen bei. Als FondsManager fungieren Walter Wehrli und Marc Gugerli von Swiss & Global Asset Management. Der am 30. September 2003 aufgelegte Fonds nutzt den US-Dollar als Basiswährung und besitzt aktuell ein Volumen von umgerechnet 96,0 Millionen Euro. Vergleichsindex ist der auf weltweite Goldproduzenten spezialisierte FTSE Gold Mines Index. Seit seiner Auflegung kann der Gold Equity Fund eine Rendite von +12,14 Prozent p.a. in FondsWährung verzeichnen, die sich erheblich besser als die von der Benchmark verzeichneten +7,87 Prozent p.a. präsentiert. Mit welcher Strategie gelingt dem FondsManagement diese Outperformance?

FondsStrategie. Fundamentalanalyse. Praktiziert.

Der JB Gold Equity Fund hat sich dem Ziel eines langfristigen Kapitalzuwachses verschrieben, indem er mindestens zwei Drittel seines Vermögens in ein Portfolio sorgfältig ausgewählter Aktien von Unternehmen aus dem Sektor der Goldindustrie investiert. Dieser Sektor umfasst internationale Unternehmen, die in der Exploration, Produktion, Weiterverarbeitung und dem Handel von Gold tätig sind. Firmen, die ihre Geschäftstätigkeit in anderen Edelmetallbereichen ausüben, werden dem Portfolio beigemischt. Der Fonds hat ein breit diversifiziertes Aktienuniversum zur Auswahl seiner Titel und nutzt die Renditechancen der jeweils attraktivsten Einzelwerte. Dabei wird von Wehrli und Gugerli ein aktives Portfoliomanagement betrieben, an die Länder- und Sektorengewichtung des Vergleichsindex sind sie nicht gebunden. Die Titelselektion folgt Stockpicking-Prinzipien und basiert auf einem fundamentalen Bewertungsansatz. So werden die attraktivsten Einzelaktien aus dem Goldsektor identifiziert, die für FondsInvestoren das beste Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen.

JB MP Gold_Länderallokation 30.04.2012

FondsPortfolio. Kanada. Führend.

Bei der Länderallokation des JB Gold Equity Fund liegt Kanada mit großem Abstand auf Platz eins. 60,9 Prozent des FondsVolumens sind hier investiert, wo die weltweit bedeutendsten Goldproduzenten ihren Sitz haben. Den zweiten Platz im FondsPortfolio belegt mit gebührendem Abstand Australien mit einem Anteil von 16,2 Prozent. 7,5 Prozent der Unternehmen, in die der Goldaktien-Fonds investiert, stammen aus Großbritannien. Positionen in Südafrika (6,2 Prozent), Sub-Sahara Afrika (3,4 Prozent) und Peru (2,9 Prozent) runden das geographische Portfolio ab. Mit einer geringen Gewichtung von 1,3 Prozent des FondsVermögens ist der Gold Equity Fund zudem in Kirgisien vertreten. Flüssige Mittel machen derzeit 1,3 Prozent des Portfolios aus.

In der Branchengewichtung dominieren die Rohstoffproduzenten mit ihrem Löwenanteil von 95,7 Prozent das FondsPortfolio. In der Goldbranche engagierte Finanztitel sind mit 2,9 Prozent gewichtet, goldverarbeitende Firmen der Konsumgüterindustrie machen 0,2 Prozent der FondsBestände aus.

JMP Gold_Branchenallokation 30.04.2012

FondsVergleichsindex. Korrelation. Deutlich.

In unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse haben wir den Julius Bär Multipartner – Gold Equity Fund dem FTSE Gold Mines Index und damit dem von der FondsGesellschaft selbst gewählten Vergleichsindex gegenübergestellt. Die Korrelation fällt entsprechend deutlich aus. Über drei Jahre liegt sie bei 0,82, auf ein Jahr gesehen geht sie geringfügig auf 0,80 zurück. Damit ist der Gleichlauf von Fonds und Index insgesamt stark ausgeprägt. Dies bestätigt auch der Blick auf die Kennzahl R²: Für drei Jahre liegt die Kennziffer bei 0,67, über ein Jahr nimmt R² einen Wert von 0,65 an. Damit haben sich mittelfristig 33 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 35 Prozent. Eine spürbare, wenngleich nicht übermäßige Abweichung vom Vergleichsindex, die auch der Tracking Error zeigt. Für drei Jahre liegt die Spurabweichung des Fonds vom Referenzindex bei 14,39, auf Jahressicht bei 14,23 Prozent. Wie ist es um die Volatilität des Goldaktienfonds bestellt?

FondsRisiko. Schwankungen. Gezügelt.

Der Julius Bär Multipartner – Gold Equity Fund weist über drei Jahre eine Volatilität von 26,32 Prozent auf, die nur marginal oberhalb der jährlichen Schwankungsbreite von 25,79 Prozent liegt, die der FTSE Gold Mines Index zu verzeichnen hat. Im Einjahresvergleich präsentiert sich das Szenario aus FondsSicht noch attraktiver: Mit 28,37 Prozent fällt die Schwankungsneigung des Minenfonds knapp zwei Prozentpunkte niedriger als die des FTSE Gold Mines Index aus, der mit einer Volatilität von 30,29 Prozent aufwartet. Damit kann der Fonds seine besseren Renditeergebnisse mit ähnlich hohen oder sogar günstigeren Volatilitätswerten erreichen – ein klares Plus mit Blick auf das Risikoprofil.

Die Analyse der Beta-Werte zeigt, dass sich die Risikokennziffer des Goldaktienfonds noch unter Marktniveau befindet: Für drei Jahre liegt die Kennzahl bei 0,86 und kündet somit davon, dass der Fonds nur unterdurchschnittlich stark an den Marktschwankungen partizipiert. Über ein Jahr liegt das Beta ebenfalls unter dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nimmt einen Wert von 0,82 an. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte zeigt, dass der Fonds regelmäßig mit weniger ausgeprägten Wertschwankungen als der Vergleichsindex aufwarten kann und damit die attraktivere Risikostruktur aufweist. In 33 der letzten 36 betrachteten Einzelzeiträume wird ein Wert unter 1,00 erreicht, die Schwankungsbreite der Beta-Werte liegt dabei zwischen 0,32 und 0,95. In den drei Zeitspannen mit überdurchschnittlichen Ertragsschwankungen erreicht das Fonds-Beta einen Höchstwert von 1,18. Das FondsRisiko ist damit für Investoren gut unter Kontrolle. Wie sieht es mit der erzielten Rendite aus?

JMP Gold Wertentwicklung und Kennzahlen

FondsRendite. Performance. Überzeugend.

Per 14. Mai 2012 hat der Julius Bär Multipartner – Gold Equity Fund über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +66,19 Prozent in Euro aufzuweisen. Eine ganz erhebliche Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex FTSE Gold Mines Index, der im selben Zeitraum lediglich eine Gesamtrendite von +16,24 Prozent verzeichnet. Die Werte entsprechen einem Ergebnis von +18,43 Prozent p.a. beim Fonds versus +5,14 Prozent bei der Benchmark. Im letzten Einjahreszeitraum kann der Goldminenfonds hingegen seine Mehrrendite nicht verteidigen: einem Ergebnis von -22,75 Prozent beim Julius-Bär-Produkt steht eine Rendite von -17,09 Prozent des Vergleichsindex gegenüber. Der auch in seiner absoluten Höhe überzeugende Renditevorsprung des Fonds über drei Jahre sowie seit Auflegung ist jedoch weit stärker zu gewichten, weshalb der Performancevergleich von Fonds und Index zugunsten des Gold Equity Fund ausfällt.

Die Alpha-Werte des Minenaktienfonds zeigen eine teils wechselhafte, insgesamt aber überzeugende Renditeentwicklung. Über drei Jahre liegt das Alpha mit 1,11 klar im positiven Bereich, für den Einjahreszeitraum fällt die Renditekennzahl mit -0,82 hingegen negativ aus. Hier manifestiert sich das relativ häufige Phänomen, dass Fonds in einer starken Abschwungphase mehr abgeben als der Vergleichsindex, der von seiner höheren Gewichtung marktbreiter Titel profitiert. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Alpha-Werte führt vor Augen, wie häufig der Minenfonds seinen Referenzindex hinter sich lassen konnte und auch, wie kräftig die Mehrrendite zumeist ausgefallen ist. Von Juli 2009 bis Oktober 2011 wurde durchgängig ein positives Alpha mit Werten bis 4,34 in der Spitze verzeichnet – ein beeindruckendes Performanceplus des Fonds. In den Einjahreszeiträumen mit negativen Werten fielen diese hingegen mit zutiefst -0,95 recht moderat aus. Die im Vergleich mit einzelnen Schwächeperioden stärker ausgeprägten Stärkephasen des Julius-Bär-Fonds sind ein weiteres Mosaikstück im Gesamtbild dieses durch seine langfristige Mehrrendite überzeugenden Fonds.

SJB Fazit. Julius Bär Multipartner – Gold Equity Fund.

Die jüngste Korrektur beim Goldpreis sollte sich angesichts der keinesfalls gelösten Schuldenkrise als bloß temporär erweisen. Umso attraktiver sind Goldminenaktien bewertet, die gemessen am Goldpreis überproportional verloren haben. Antizyklische Investoren diversifizieren ihr Portfolio mit dem langfristig erfolgreichen Julius Bär Multipartner – Gold Equity Fund, der seinen Renditevorsprung zur Benchmark mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis erzielt. Damit goldene Zeiten im Depot anbrechen!

swiss_global_Logo Swiss & Global Asset Management. Hintergründig.

 Swiss & Global Asset Management entstand 2009 aus einer Abspaltung der Vermögensverwaltung des Schweizer Bankhauses Julius Bär. Verwaltetes         Vermögen:64,1 Mrd. Euro. Fonds in Deutschland: 50. Anzahl der Mitarbeiter: 270. Geschäftsführer: David M. Solo. Stand: 31.12.2011. SJB Abfrage: 16.05.2012.

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