SJB FondsEcho. M&G Japan Smaller Companies Fund (WKN 797749, GB0030939119). MiFID-Risikoklasse nach SJB: 5.

10. Januar 2013 von um 14:00 Uhr

SJB FondsEcho. Analytisch. Wöchentlich. Verständlich. SJB. Mehr. Als Fonds. Kaufen.

Das aktuelle SJB Team: FondsEcho. Von links: Dr. Volker Zenk, Gerd Bennewirtz und Peter Gorynski.

Das Bewertungsniveau der großen internationalen Aktienmärkte, ob in Europa, Amerika oder Asien, hat mittlerweile ambitionierte Höhen erreicht. Anleger, die zu Jahresbeginn 2013 nach neuen Investitionsmöglichkeiten mit einem gesunden Rendite-Risiko-Profil Ausschau halten, können trotzdem fündig werden: im Bereich der japanischen Nebenwerte.

Gemessen an den großen Aktienindizes wie DAX oder Dow Jones, die bereits in Sichtweite ihrer Allzeithochs notieren, bietet sich an Japans Aktienmarkt noch jede Menge antizyklisches Aufholpotenzial.

Der Nikkei-Index hat im vergangenen Jahr eine Bodenbildung zwischen 8.500 und 9.000 Punkten erfolgreich abgeschlossen und notiert aktuell bei rund 10.500 Zählern. Aufwind erhält der japanische Aktienmarkt derzeit vor allem durch zwei Faktoren: die nachgebenden Notierungen des Yen sowie die Reformen der neuen Regierung unter Ministerpräsident Shinzo Abe. Besonders der Umstand, dass sich die langjährige Phase der massiven Überbewertung des japanischen Yen (JPY) endlich ihrem Ende zuneigt, hat positive Auswirkungen auf die exportorientierten japanischen Unternehmen. Gerade auch kleinere und mittlere Firmen profitieren von der Trendwende am Devisenmarkt.

Genau auf diese japanischen Nebenwerte ist der M&G Japan Smaller Companies Fund A EUR (WKN 797749, ISIN GB0030939119) fokussiert. Der am 15. Mai 1984 aufgelegte Fonds hat das untere Drittel der Marktkapitalisierung aller in Japan börsennotierten Aktien zu seinem Anlageuniversum erkoren und mischt einzelne mittlere oder große Unternehmen zu Liquiditätszwecken bei. Der besondere Schwerpunkt liegt auf günstig bewerteten Titeln, die in der Gunst der Investoren gesunken sind. Das FondsVolumen des japanischen Nebenwerte-Fonds liegt bei 57,13 Millionen Euro, als Vergleichsindex wird der Japan Second Section Index verwendet. Mit seiner Strategie hat FondsManager Max Godwin, der über zwölf Jahre selbst in Japan lebte und fließend japanisch spricht, überzeugende Ergebnisse erzielt und die Benchmark über fünf Jahre klar geschlagen. Mit einer Wertentwicklung von +45,58 Prozent in Euro liegt die Performance des M&G Japan Smaller Companies Fund in diesem Zeitraum um über 23 Prozentpunkte oberhalb der des Referenzindex. Wie sieht die so erfolgreiche Investmentstrategie von Japan-Experte Godwin im Detail aus?

SJB FondsSkyline,Gerd Bennewirtz und Dr. Volker Zenk

Dr. Volker Zenk (rechts) ist seit 2011 Mitglied im 7-köpfigen FondsAnalysten Team von Gerd Bennewirtz (links) bei der SJB FondsSkyline OHG 1989.

FondsStrategie. Marktmeinung. Widersprochen.

Der M&G Japan Smaller Companies Fund besitzt als alleiniges Anlageziel den langfristigen Kapitalzuwachs und erwirbt zu diesem Zweck Wertpapiere von kleineren japanischen Unternehmen, den sogenannten Small Caps. Einzelne Mid- und Large Cap-Aktien können zur Verbesserung der Portfoliostreuung beigemischt werden. Mit einem Gesamtbestand von 49 Einzeltiteln ist das Portfolio recht konzentriert. Im Rahmen der Einzeltitelauswahl führt FondsManager Max Godwin eine disziplinierte und stringente Fundamentalanalyse der in Frage kommenden Nebenwerte-Aktien durch, um die Bewertung gründlich zu prüfen. Vorrangig sind im Portfolio Aktien von Unternehmen enthalten, die im Vergleich zur erwarteten mittel- bis langfristigen Geschäftsentwicklung ein niedriges Bewertungsniveau aufweisen. FondsManager Godwin verfolgt einen nach antizyklischen Kriterien vorgehenden „Contrarian-Ansatz“ und bevorzugt Unternehmen, die von der Mehrheit der Marktteilnehmer gemieden werden. Seiner Überzeugung nach spiegeln die Kurse nicht immer den wirklichen Wert des Wertpapiers wider; oft zahlen Anleger für ein starkes kurzfristiges Gewinnwachstums einen zu hohen Preis, während sie „unmodische“ Titel trotz ihres inneren Wertes und gesunder Bilanzen verkaufen. Godwin betont: Diese Tendenz zeige sich gerade auch an Japans Aktienmärkten und könne systematisch ausgenutzt werden. Voraussetzung dafür sei ein disziplinierter, langfristiger Investmentansatz, wie er vom M&G Japan Smaller Companies Fund verfolgt werde.

FondsPortfolio. Industriewerte. Vorneweg.

In der Branchenallokation des japanischen Nebenwerte-Fonds liegen Industrietitel mit 24,2 Prozent Portfolioanteil auf dem ersten Platz. Unter den Top 10-Positionen finden sich dementsprechend Titel des Chemieunternehmens Kaneka, vom Pumpenhersteller Ebara sowie vom Auto- und Schiffsteileproduzenten Riken Corp. Den zweiten Platz in der Branchenstruktur des Japan-Fonds nehmen Technologiewerte mit 22,8 Prozent des Bestandes ein, unter den zehn größten Einzelpositionen durch den Computerzulieferer Iriso Electronics repräsentiert. Die dritte relativ stark gewichtete Branche innerhalb des M&G-Fonds sind Verbrauchsgüter mit 20,2 Prozent Anteil am FondsVolumen. Aus diesem Sektor finden sich die japanische Baumarktkette Komeri sowie der Reifenhersteller Tokai Rubber unter den Top-10-Positionen. Durchschnittlich stark gewichtet sind im Fonds für unterbewertete Small Caps Finanzdienstleister mit 13,4 Prozent Anteil am FondsVolumen. Der auf Japans Konsumenten spezialisierte Dienstleistungssektor ist mit 13,3 Prozent ähnlich stark vertreten. Der Fernsehkanalbetreiber Fuji Media, der in Japan die Rechte zur Übertragung der Formel Eins besitzt, vertritt diesen Bereich unter den Top 10. Bestände im Bereich der Grundstoffproduzenten (4,3 Prozent) sowie im Gesundheitswesen (0,9 Prozent) runden die Portfoliostruktur ab. Liquide Mittel machen per Ende November 2012 1,0 Prozent des FondsVolumens aus.

FondsVergleichsindex. Korrelation. Ausgeprägt.

Für unsere unabhängige SJB FondsAnalyse haben wir den M&G Japan Smaller Companies Fund dem breit gestreuten Nikkei 225 Index als Benchmark gegenübergestellt. Das Ergebnis der Korrelationsanalyse mit Japans bekanntestem Kursbarometer zeigt eine ausgeprägte Übereinstimmung. Mit 0,77 liegt die Korrelation über drei Jahre auf einem hohen Niveau, für ein Jahr ist sie mit 0,75 kaum geringer. Die Kursentwicklung von Fonds und Benchmark läuft damit weitgehend parallel, auch wenn der M&G-Fonds die durchaus unabhängige Bewegungsdynamik des Nebenwerte-Sektors nicht verleugnen kann. Dies zeigt der Blick auf die Kennzahl R², die für drei Jahre 0,60 beträgt und über ein Jahr einen Wert von 0,56 annimmt. Damit haben sich mittelfristig 40 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 44 Prozent. Der Tracking Error des Fonds liegt über drei Jahre bei 12,98 Prozent. Mit welcher Schwankungsneigung kann der M&G-Fonds aufwarten?

FondsRisiko. Schwankungen. Gesteigert.

Der M&G Japan Smaller Companies Fund weist für drei Jahre eine Volatilität von 21,15 Prozent auf, die damit klar oberhalb des Niveaus liegt, das der Nikkei 225 Index mit 14,80 Prozent für diesen Zeitraum zu verzeichnen hat. Über ein Jahr reduziert sich die Volatilitätserhöhung des auf japanische Small Caps spezialisierten Aktienfonds deutlich: Hier beträgt die „Vola“ des Fonds 11,77 Prozent, wohingegen die Benchmark eine Schwankungsbreite von 10,79 Prozent aufweist. Die erhöhte Schwankungsbreite des Fonds ist in Anbetracht seiner Fokussierung auf Nebenwerte akzeptabel, da die Aktien von kleineren Unternehmen naturgemäß mit einer höheren Volatilität aufwarten als die mehrheitlich im marktbreiten Nikkei-Index vertretenen Mid Caps und Large Caps.

Die gesteigerte Schwankungsintensität des M&G-Produktes gegenüber dem von der SJB gewählten Vergleichsindex manifestiert sich auch in dem Beta des Fonds über drei Jahre von 1,13. Für ein Jahr fällt die Kennzahl mit 0,89 aus FondsPerspektive günstiger aus. Hier sind die Wertschwankungen des Nebenwerte-Portfolios weniger ausgeprägt, so dass sich ein unter Marktniveau liegender Beta-Wert ergibt. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Kennzahl ergibt ein sehr ausgeglichenes Bild: Die Risikokennziffer lag in 18 der letzten 36 betrachteten Einzelzeiträume über dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte von 1,61 in der Spitze an. In ebenfalls 18 Zeitspannen befand sich das Beta unter Marktniveau und ging bis zutiefst 0,42 zurück. Für einen Fonds mit einer ausgeprägten Spezialisierung ein gutes Ergebnis mit Blick auf die Risikostruktur! Wie sieht es mit den Renditezahlen aus?

FondsRendite. Alpha. Überzeugend.

Gerd Bennewirtz ist Teamchef vom SJB FondsAnalystenTeam.

Per 04. Januar 2013 hat der M&G Japan Smaller Companies Fund über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +49,13 Prozent in Euro aufzuweisen, was einer Rendite von +14,24 Prozent p.a. entspricht. Ein überzeugendes Ergebnis, erzielt in einem oft schwierigen Marktumfeld für japanische Aktien! Dies verdeutlicht die Gegenüberstellung zur Dreijahresperformance des Nikkei 225 Index, der lediglich mit einer Gesamtrendite von +16,37 Prozent bzw. einem Ergebnis von +5,18 Prozent jährlich aufwarten kann. Beim Wechsel des Vergleichszeitraums auf ein Jahr bleibt der hohe Performancevorsprung des Fonds erhalten: Mit einer Wertentwicklung von +16,96 Prozent ist das Renditeplus des M&G-Fonds mehr als doppelt so hoch wie beim breiter gestreuten japanischen Referenzindex (Nikkei 225: +8,46 Prozent). Die auch in ihrer absoluten Höhe überzeugende Mehrrendite des von Max Godwin gemanagten Japanfonds macht diesen zum klaren Sieger im Performancevergleich und legt ein beeindruckendes Zeugnis vom Chancenreichtum des Sektors der japanischen Nebenwerte ab.

Die weit überdurchschnittliche Wertentwicklung des aktiv gemanagten Fonds im Vergleich zum Referenzindex wird auch an dem positiven Alpha offenbar, das über drei Jahre bei 0,71 liegt. Auf Jahressicht präsentiert sich die Rendite-Kennzahl mit 0,72 nochmals leicht verbessert. Im rollierenden Zwölfmonatsvergleich über drei Jahre wird deutlich, dass es dem Japanfonds mit großer Regelmäßigkeit gelang, seine Benchmark zu schlagen. In 28 der letzten 36 betrachteten Einjahreszeiträume verzeichnete der M&G Japan Smaller Companies Fund eine Outperformance zum Nikkei-Index und markierte positive Alpha-Werte bis 2,57 in der Spitze. In den acht Zeitspannen mit einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung lag das Alpha mit Werten zwischen -0,11 und -0,66 hingegen nur moderat im Minus. Das Gesamturteil im Renditecheck: trotz erhöhter Volatilitätswerte kann der Nebenwerte-Fonds mit einem überzeugenden Rendite-Risiko-Profil aufwarten, wobei besonders die im Vergleich zum Nikkei-Index je nach Betrachtungszeitraum zwei bis drei Mal so hohe Performance hervorzuheben ist.

Peter Gorynski (Mitte) ist seit 2010 Mitglied im Team der FondsAnalysten von Gerd Bennewirtz bei der SJB FondsSkyline OHG 1989.

SJB Fazit. M&G Japan Smaller Companies Fund.

Die Argumente, die derzeit für ein Investment in japanische Nebenwerte sprechen, sind zahlreich: Das vergleichsweise günstige Bewertungsniveau an Nippons Aktienmärkten, der die Exportindustrie begünstigende Kurswechsel des Yen sowie die umfangreichen Reformen der neuen Regierung. Der M&G Japan Smaller Companies Fund erreicht mit seinem antizyklischen Investmentansatz eine ausgeprägten Mehrrendite zum breiten Markt und lässt damit die etwas höhere Volatilität vergessen, die japanische Nebenwerte naturgemäß auszeichnet.

M&G. Hintergründig.

M&G wurde 1901 als Municipal and General Securities gegründet. Heute gehört die Gesellschaft zur Prudential-Gruppe. Verwaltetes Vermögen: 243,3 Mrd. Euro. Publikumsfonds in Deutschland: 61. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter: 1.300. Geschäftsführer: Michael McLintock. Stand: 31.03.2012. SJB Abfrage: 10.01.2013.

Internet: www.mandg.de

SJB FondsEcho immer: Analytisch. Wöchentlich. Verständlich. SJB FondsSkyline OHG 1989. Mehr. Als Fonds. Kaufen.

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